Im LiteraturReich

Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

Jean Paul

vorschauDie neuen Bücher kommen!

Einen Blick in die Herst/Wintervorschauen findet ihr hier

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Jüngste Begegnungen

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Ein wildes, brutales, anstrengendes, fesselndes, erhellendes Buch, das rund um das Attentat auf Bob Marley 1976 auf Jamaika ein gnadenloses Bild der jamaikanischen Gesellschaft zeichnet, voller Gewalt, Sex, Korruption und Homophobie.

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Arno Frank - So, und jetzt kommst duEine ungewöhnliche Kindheits- und Jugendgeschichte: Der Erzähler berichtet von der Flucht seiner Familie vor der Polizei quer durch Europa, einer Flucht, mit der der betrügerische Vater nach der Veruntreuung einer großen Geldsumme einer Strafverfolgung zu entgehen versuchte. Das Ende einer einst glücklichen Kindheit durch Verantwortungslosigkeit und Unreife der Eltern ist beklemmend und doch auch zeitweise leicht und liebevoll.

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Zwei Bücherk von Rachel Cusk, „eine weibliche Odyssee im 21. Jahrhundert“ (Verlagswerbung), Outline und Transit. Eine vorsichtige Spiegelung der nach einer Scheidung aus der Lebensbahn geworfenen Erzählerin in ihren Gesprächspartner, ein tastendes Zurück zum eigenen Selbst und in die Wirklichkeit. Ungewöhnlich!

Barney Norris - Hier treffen sich fünf Flüsse.

Wunderbares Buch über das Leben und unseren Platz darin, das Vergehen der Zeit, das Bedauern über nicht ergriffene Chancen und die Möglichkeit oder auch Unmöglichkeit eines Neuanfangs. Gefühlvoll und melancholisch erzählt Barney Norris aus dem Leben von fünf Menschen, die ein Augenblick vereint.

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Helen Garner - Drei Söhne.

Helen Garner hat mit „Drei Söhne“ eine bemerkenswerte True-Crime-Story geschaffen: minutiöse Gerichtsreportage und poetisch persönliche Betrachtung zugleich, über einen unglaublichen Fall, der 2005 Australien in Atem hielt. Hat Robert Farquharson tatsächlich seine drei kleinen Söhne vorsätzlich in einem Baggersee ertrinken lassen oder war es doch ein Unfall?

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Tolle Umsetzung von Shakespeares „Der Sturm“. Felix Phillips leitet ein Theaterprojekt in einer Justizvollzugsanstalt und verfolgt mit seiner Aufführung ganz eigene Rachepläne. Furios!

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Florian Huber - Hinter den Türen lauern die Gespenster.

Eine leider insgesamt enttäuschende Darstellung eines spannenden Themas: Welche Auswirkungen hatten die Nachkriegsjahre auf die deutsche Familie. Kommt leider über das Niveau einschlägiger TV-Formate nicht hinaus.

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Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol.

Ein Roman, der den Preis der Leipziger Buchmesse vollkommen zurecht gewonnen hat: Die erschütternde Suche nach der schon früh freiwillig aus dem Leben geschiedenen Mutter, nach den bisher unbekannten Wurzeln im ukrainischen Mariupol, nach den großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts.

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Eine hochaktuelle Geschichte über Terrorangst, Überwachung, Bespitzelung, Verdrängung der Vergangenheit und das Erinnern, verpackt in die Geschichte eines Geschichtsprofessors in New York, der sich plötzlich im Fadenkreuz des Geheimdiesnstes sieht..

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In den Blitzlichtern werden die Bücher kurz vorgestellt. Wer neugierig geworden ist, kann in den Rezensionen die komplette Besprechung lesen. Viel Freude dabei!

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Bücher müssen mit ebenso viel Überlegung und Zurückhaltung gelesen werden, wie sie geschrieben wurden

Henry David Thoreau

2 Kommentare zu „Im LiteraturReich“

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