Anna Kim – Fingerpflanzen

Es ist ein ganz eigenes Buch, das man mit Anna Kims neuem Erzählungsband „Fingepflanzen“ in Händen hält. Zunächst fällt die besonders schöne Gestaltung auf. Englische Broschur mit einem sorgfältig, auch auf der Innenseite bedruckten Schutzumschlag. Farbiges, fein gemustertes Vorsatzpapier, hochwertiges Papier und eine durchgehende Bebilderung. Diese Bilder sind das nächste, das sofort ins Auge sticht. Sie stammen von dem norwegischen Künstler Kristian Evju, der in feinsten Graphitzeichnungen von fotographischer Präzision eine ganz eigene Stimmung zaubert. Die Illustrationen zeigen überwiegend Frauen bei ganz alltäglichen Verrichtungen und sind doch alles andere als realistisch. Durch kleine Beifügungen werden sie komplett verrückt, im wörtlichen Sinne. Durch eine leichte Verschiebung und/oder die Einarbeitung des stets gleichen grafischen Musters, rücken sie in eine höchst surreale, traumhafte Ebene.

Dazu korrespondieren die sechs kurzen Erzählungen von Anna Kim. Ich habe die Autorin dieses Jahr mit ihrem großartigen Roman „Die große Heimkehr“ kennengelernt. Darin erzählt sie mit großem Faktenreichtum die traurige Geschichte Koreas vor und nach der Teilung. Historisch genau und einfühlsam breitet sie darin die Geschichte dreier Freunde aus. Hier in den Erzählungen zeigt sich eine ganz andere Autorin. Im Dialog zu den Bildern von Kristian Evju schafft sie surreale Miniaturen, die alle um das Thema Liebe oder vielmehr ihr Scheitern kreisen. Auch sie haben, wie die Illustrationen, etwas Traumhaftes.

Da ist die Frau, die in einem Brief die Scheidung von ihrem Mann verlangt, der mit ihr aber bisher auch nur eine Nicht-Ehe führte; der Schriftsteller, der herausfindet, dass es sich bei der verzweifelten Liebe seines Verlegers um die eigene Freundin handelt; der Mann, der sich nach seiner Scheidung in eine rätselhafte Singstimme verliebt, mit fatalen Folgen; die Geschichte von der „Zeitbraut“, die, einst selbst vor dem Altar sitzengelassen, nun geschäftsmäßig Männern damit eine größere Attraktivität verleiht; ein Mann, der sich in ein Nagetier verwandelt und in einem U-Bahntunnel haust; und schließlich die Titelgeschichte, in der einem Mann Finger, Hände und Arme wie Pflanzen wachsen. Die Geschichten sind allesamt ziemlich sperrig, trotz ihrer sehr schrägen, traumhaft schwebenden Art aber in glasklarer Prosa verfasst – und ich konnte leider mit einer Ausnahme zu keiner wirklich Zugang finden. Allein „Die Zeitbraut“ hat mich wirklich bezaubert, und das nachhaltig. Alle anderen Erzählungen glühen in ihrer dunklen, oft auch ein wenig gruseligen, immer melancholischen Stimmung vor sich hin. Schön, aber was soll ich damit? Aber gerade das darf man sich bei der Lektüre besser nicht fragen, sonst steht man am Ende genauso ratlos da wie ich.

 

Trotzdem stimmt das Gesamtpaket dieses feinen, kleinen Buchs. Es ist bewundernswert, dass sich kleine Verlage, wie hier der Topalian & Milani Verlag, an solche Projekte herantrauen und sie auf solch hochwertige Art und Weise herausbringen. Für den Beauty and the Book Award ist „Fingerpflanzen“ nominiert. Meine Stimme hat es.

 

 

Anna Kim
FINGERPFLANZEN
Mit und nach Bildern von Kristian Evju

Erstausgabe August 2017, 130 Seiten
Farbiger Vor- und Nachsatz
Englische Broschur mit Schutzumschlag, 20 €

David Duchovny – Ein Papagei in Brooklyn

Dieses Buch stand nicht auf meiner Leseliste. Irgendwie hat es sich aber doch meine Aufmerksamkeit erschlichen. Eine gute Besprechung und Reizwörter, auf die ich meistens sofort anspringe: berührende Vater-Sohn-Geschichte, schwierige Beziehung, New York, Humor, was weiß ich, jedenfalls wollte ich dieses zweite Buch des Schauspielers David Duchovny (Akte X) gerne lesen.

Die Geschichte ist eine oft erzählte, aber auch immer wieder andere. Es ist die Geschichte von Vater und Sohn (oder auch Mutter und Tochter), die zeitlebens Schwierigkeiten miteinander hatten, nicht so recht wussten, wie mit dem jeweils anderen umzugehen, die aber natürlich dennoch eine starke Bindung verspüren, auch wenn sie schon jahrelang kaum noch Kontakt zueinander haben. Meist ist es ein herausragendes oder ungewöhnliches Ereignis, das zum Wiedersehen führt, oft ein Familienfest, gerne, wie hier, eine schwere Erkrankung.

Ted Lord Fenway Fullilove (selten dämlicher Name, der schon die Alarmglocken hätte anwerfen sollen) ist ein erfolgloser Schriftsteller und eine sogenannte „gescheiterte Existenz“. Obwohl Absolvent der Ivy-League, also einer der acht Elite-Hochschulen der US-Ostküste, arbeitet er als Mr. Peanut, also als Erdnussverkäufer, bei den New York Yankees im Stadion. Eigentlich ist er Schriftsteller, arbeitet aber nur für die Schublade, sein Agent verabscheut seine umfangreichen Romane, kann (und will) sie auch nicht bei einem Verlag unterbringen. Sein Leben ist geprägt von gescheiterten Beziehungen: die Mutter tot, die Freundin abgehauen, der Goldfisch aufziehbar und aus Plastik. Und eben das Verhältnis zu seinem Vater Marty, einem einst sehr erfolgreichen, aber ruppigen Werbetexter, nahezu nicht existent. Nun ist dieser aber unheilbar an Krebs erkrankt und der Sohn entscheidet sich, zu ihm zu ziehen und sich um ihn zu kümmern. Es ist das Jahr 1978. Ted und Marty sind beide leidenschaftliche Baseball-Fans, nur nicht von der gleichen Mannschaft. Während Ted sich für die Yankees engagiert, brennt Martys Herz für die Boston Red Sox. Diese haben gerade zum ersten Mal seit fast 60 Jahren eine gute Chance, über die Yankees zu siegen. Martys Traum ist, diesen Sieg noch zu erleben. Aber es kommt, wie es kommen muss (und sich auch wirklich so ereignete), dass die Bostoner doch noch eine Reihe von Niederlagen erfahren und durch den legendären Homerun von Bucky Dent der Yankees schließlich doch unterliegen. „Bucky F*cking Dent“ so auch der Originaltitel des Buchs. Teds Ziel ist nun, diese Pleiten vor seinem Vater geheimzuhalten, damit dieser nicht den letzten Lebensmut verliert. Mit fantasievollen Einlagen und der Unterstützung der „Grauen Panther“ gelingt es ihm fast. Dabei nähern sich Vater und Sohn vorsichtig an.

baseball
By National Photo Company (Library of Congress[1]) [Public domain], via Wikimedia Commons
So weit, so bekannt und gut. Viele Romane bauen auf ähnlichen Situationen auf, etliche konnten mich damit begeistern. Dieser allerdings nicht. Er bedient sich einer lockeren, flapsigen Sprache und ist auch aufgrund seiner sehr kurzen Kapitel leicht zu lesen. Dass er ursprünglich als Drehbuch gedacht war, merkt man ihm an. Da steckt der Schauspieler im Autor. Die betonte Lässigkeit der Sprache, die derben Sprüche gefielen mir nicht, waren aber nicht das Ärgerlichste am Buch. Duchovny schafft es gut, die Atmosphäre in den Baseballstadien zu beschwören, die Leidenschaft vieler Amerikaner für diesen rätselhaften Sport spürbar zu machen (die eine oder andere Länge und Fachsimpelei sind da zu verschmerzen). Auch die mühsame, langsame Annäherung von zwei schwierigen Menschen stellt er gut dar. Zwei Menschen, die sich so fremd in ihren jeweiligen Leben fühlen wie besagter Papagei in Brooklyn. Diese Menschen plastisch zu machen, gelingt ihm leider weniger. Das liegt nicht daran, dass beide ziemlich unsympathisch sind, das ist keine Kategorie. Sie sind einfach nicht sehr plausibel. Es mag Väter und Söhne geben, die sich hauptsächlich über Schwanzprobleme austauschen, sich übelst beschimpfen und ständig zusammen Gras rauchen. Mir konnte sie der Autor nicht als lebensecht präsentieren. Auch der Grund für die Entfremdung des Vaters vom Sohn (dieser war als Kleinkind einmal so krank, dass der Vater fürchtete, ihn zu verlieren; daraufhin sperrte sich dieser, um einen solchen Schmerz nicht noch einmal erleben zu müssen) steht vor mir wie eine bloße Behauptung.

Das Schlimmste am Buch ist aber der leicht arrogante, prätentiöse Ton, der nur notdürftig hinter dem oft derben, meist sarkastischen Witz lauert. Die ständigen Zitate aus der Literaturgeschichte (auch Duchovny ist Literaturabsolvent der Ivy-League) nerven und sind unpassend. Vater und Sohn, die spontan lange Passagen Walt Whitman zitieren – nein, da steige ich eher aus. Auch solche abgelutschten, klischeebeladenen Passagen wie die über chinesisches Take-away-Essen brauche ich nicht:

„Ted stopfte sich den Mund mit einem orangefarbenen, gallertartigen Stück frittiertem Irgendwas, das die größtenteils nicht des Englischen mächtigen Leute drüben beim Jade Mountain als Schweinefleisch süß-sauer bezeichneten. Ted traute dem Braten allerdings nicht ganz. Als er noch klein war, kursierten immer wieder Gerüchte über Hundefleisch im Jade Mountain. Jedes Jahr konnte das Jahr der Ratte oder des Hundes sein.“

Ganz unangenehm werden mir Passagen, wie diese:

„Fahre in mich und lass sehen, ob du auch einen Mann töten kannst! Du Weichei, du Fotze. Lass dieses Kind in Frieden und nimm mich, versuch´s mit einem Mann, du dreckiges Stück Scheiße! Du schwanzlutschende Nazischwuchtel!“

Frauen, Schwule und Nazis in einer Beschimpfung. Nein danke, ohne mich. Da folge ich nächstens lieber wieder meiner Leseliste.

 

David Duchovny – Ein Papagei in Brooklyn

Aus dem Amerikanischen von Jan Schönherr 

Heyne Encore April 2017, gebunden, 352 Seiten, € 19,99

Beitragsbild: Parrot gargoyle by Ting Chen (CC BY-SA 2.0) on flickr

Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Yaa Gyasi – Heimkehren

Als 1977 die Serie „Roots“ nach dem gleichnamigen Roman von Alex Haley ausgestrahlt wurde, war ich zwölf Jahre alt. Ich weiß noch, wie tief mich die Geschichte um Kunta Kinta, den im 18. Jahrhundert nach Amerika verschleppten und versklavten Mann aus Gambia, damals erschüttert hat. Das Wissen um das große Leid der Sklaven, die Unfassbarkeit der Sklaverei in Amerika insgesamt und die Nachwirkungen, die sie bis heute hat, die Rassentrennungen, die Emanzipationsbewegungen, der Hass und die fortbestehenden Ungerechtigkeiten, haben mich niemals wieder ganz losgelassen. Immer wieder erschienen dazu auch packende Romane, sei es das Werk der großartigen Toni Morrison, „Die Farbe Lila“ von Alice Walker, „Die bekannte Welt“ von Edward P. Jones.

Vielleicht ist es die unselige Lage in den USA mit ihren aktuellen Entwicklungen, der Polizeigewalt, die immer wieder besonders afroamerikanische Opfer fordert, und ihrem immer offener gezeigten Rassismus in großen Bevölkerungsgruppen, die gerade wieder einige Romane zum Thema Sklaverei hervorbrachte. Besonders prominent ist zum Beispiel von Colson Whitehead „Underground Railroad“, der unlängst auch auf Deutsch erschien und 2016 gleichzeitig den National Book Award und den Pulitzer Prize gewann.

Auch Yaa Gyasis Debütroman „Heimkehren“ war ein großer Erfolg und erhielt einige Preise. Es ein ist für einen Debütroman ehrgeiziges Projekt, denn der Roman umfasst, genau wie einst „Roots“, die Geschichte von sieben Generationen, hier aus Ghana stammender, Menschen und beginnt wie dieser im 18. Jahrhundert, umspannt also einen weiten Bogen. Es ist ein Roman in Geschichten. Jeweils zwei Figuren aus je einer der sieben Generationen stehen dabei im Mittelpunkt. Verbunden sind sie durch die Nachfahren, die diese Figuren zeugen. Das Besondere am Roman ist, dass eben jeweils zwei Vertreter jeder Generation porträtiert werden, da sich die Familie sehr bald in zwei Zweige teilt, die nichts voneinander wissen und sich erst ganz zum Schluss wieder treffen.

Slaves_ruvuma Public Doamin CC0 via Wikimedia Commons

Effia und Esi sind quasi die „Urmütter“ der Geschichte, Halbschwestern, die eine von der Haussklavin Maame mit ihrem afrikanischen Herrn gezeugt und von dessen Frau widerwillig großgezogen, die andere nach der Flucht Maames mit einem Stammeshäuptling gezeugt. Es sind die Stämme der Fante und Asante/Ashanti, die sich seit jeher bekriegten und um die Macht an der Goldküste, dem heutigen Ghana kämpften. Und das ist auch das Besondere an Yaa Gyasis Roman, der nämlich die afrikanischen Völker mitverantwortlich macht für den groß aufgezogenen Sklavenhandel mit den Kolonialmächten. Innerhalb der einzelnen Stämme gab es schon lange Sklaven, wurden Menschen bei Raubzügen „erbeutet“, verkauft, getauscht. Mit den Kontakten zu den Briten wurde dieser Handel auf Europa und Amerika ausgeweitet. Asante und Fante wurden zu Menschenräubern und –händlern, die Briten machten mit der Verschiffung der Sklaven den großen Profit. Die Festung Cape Coast an der ghanaischen Küste war ein Zentrum dieses Handels. Ein Besuch Yaa Gyasis in den unterirdischen Verliesen, in denen unzählige Menschen vor ihrer Verschiffung schmachteten, gab ihr die Inspiration zu ihrem Buch. Sie selbst ist als Kind mit den Eltern nach Amerika ausgewandert und in Alabama großgeworden. Alabama, ein Bundesstaat, in dem man den Rassismus noch deutlich spürt. «Wäre ich nicht in Alabama aufgewachsen, hätte ich dieses Buch wohl nie geschrieben. « so die Autorin.

In ihren dichten, intensiven Porträts lässt sie nun die eine Schwester zur „Frau“ eines Briten (der natürlich in der Heimat eine „richtige“ Frau besitzt, hier in Afrika aber den moralischen Schein wahren will, eine anscheinend gängige Praxis) werden, die andere wird als Sklavin in die amerikanischen Südstaaten verschleppt. So gelingt es ihr, die Geschichte sowohl der afrikanischen als auch der amerikanischen Nachfahren zu erzählen. Sie macht das, wie gesagt, in 14 zeitlich chronologischen Abschnitten.

Da ist z.B. Quey, der Sohn von Effia und dem britischen Offizier, der aus der Tradition des Sklavenhandels aussteigt und in den ghanaischen Dschungel flieht; Ness, Esis Tochter, die zusammen mit ihrem Mann und kleinem Sohn von ihrer Plantage, auf der der weiße Herr grausamst wütet, zu fliehen versucht, aber teuer dafür bezahlen muss; ihr entkommener Sohn Kojo wird als Erster ein freier Mann in Birmingham; sein Sohn H wird erfahren, wie brüchig diese Freiheit ist, er wird willkürlich verhaftet und muss jahrelang als Sträfling in den Kohleminen schuften. Das Leiden der Menschen ist auch nach Beendigung der Sklaverei nicht zu Ende. Und Gleichheit gibt es bis heute nicht.

African american by ArtsyBee CC0 Public Domain on Pixabay

Ein Stammbaum am Ende des Buchs ermöglicht es der Leserin, dem Personenreigen gut zu folgen. Die einzelnen Kapitel sind zudem mit den Namen der einzelnen Protagonisten betitelt. Aus der Figurenfülle ergibt sich allerdings auch ein Problem des Romans. Irgendwann verliert die Reihe ein wenig an Dringlichkeit und der Leser ein wenig das Interesse. Zwar sind die Geschichten intensiv und erschütternd, reihen sich aber ein wenig wie eine Geschichtslektion aneinander. Ereignisse und Themen werden fortgeführt bis in die heutige Zeit, bis zu den Unabhängigkeitsbestrebungen, den Bürgerrechtsbewegungen, Drogen- und Kriminalitätsproblemen in New Yorks Stadtteil Harlem.

„Geschichte ist Geschichtenerzählen“ meint die Autorin und so reicht sie den Erzählstab von Generation zu Generation weiter. Das Ende führt zu einer Begegnung von Marcus und Marjorie in Cape Coast. Es ist fast hoffnungsvoll, beide sind gut ausgebildet, modern, aufgeschlossen und selbstbewusst.

Aber die Vergangenheit ist auch hier nicht vergangen, noch nicht einmal ordentlich aufgearbeitet.

„Warum sollte ein Schwarzer schwimmen wollen? Der Boden des Ozeans sei übersät mit schwarzen Leichen (…) Sein Vater hasste die Weißen abgrundtief. Es war ein Hass wie eine mit Steinen gefüllte Tasche, ein Stein für jedes Jahr, in dem die Ungleichheit weiterhin die Norm in Amerika war. Diese Tasche trug er immer mit sich.“

Damit schlägt die Autorin ihren großen Geschichtsbogen bis in die Gegenwart. Die Wahl Trumps und die Entwicklungen danach waren bei Beendigung des Buches noch nicht abzusehen. Aber umso wichtiger ist diese Beleuchtung der Vergangenheit, dieser Blick tief in die Geschichte der Sklaverei, der Beziehungen zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung.

„Das ist das Problem mit Geschichte. Was wir selbst nicht gehört oder erlebt haben, können wir nicht wissen. Wir müssen uns auf die Berichte anderer verlassen.“

„Wir glauben dem, der die Macht hat. Er darf seine Geschichte schreiben. (Ihr müsst) euch deswegen immer fragen: Wessen Geschichte bekomme ich nicht zu hören?“

Diese Geschichten hörbar zu machen ist Anliegen von Yaa Gyasis gelungenem Roman.

 

Yaa Gyasi – Heimkehren
Originaltitel: Homegoing, Übersetzung: Anette Grube

Dumont August 2017, 416 Seiten, gebunden, € 22,00

 

Cape Coast Castle from Outside – Cape Coast – Ghana by Adam Jones (CC BY-SA 2.0) on Flickr

 

Schönen Rezensionen zum Buch findet ihr auch bei Masuko13 und Travel without moving

Ein Abend mit Arundhati Roy

Literaturhaus Frankfurt, Deutschlandpremiere von „Das Ministerium des äußersten Glücks“ von Arundhati Roy, jenem Roman, auf den die literarische Welt zwanzig Jahre wartete. 1997 war ihr erster Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ erschienen und gleich ein Riesenerfolg geworden. Internationale Publikationsrechte für 21 Länder wurden verkauft und der renommierte Booker Prize gewonnen. Zu Recht, die Geschichte um eine christliche Familie im südindischen Kerala, die zugleich Einblick in die Politik und Gesellschaft Indiens, in das Kastenwesen und die Rolle der Frauen eröffnete, ist einer der großen Romane des ausgehenden 20. Jahrunderts.

Arundhati Roy engagierte sich, bewusst auch ihre Bekanntheit nutzend, für gesellschaftliche und soziale Fragen. Als Friedens-, Umweltschutz- und globalisierungskritische Aktivistin veröffentlichte sie zahlreiche Essays. Gerade ihr Eintreten gegen den wachsenden Hindunationalismus in Indien brachten ihr auch erbitterte Gegner ein. Ernstzunehmende Drohungen waren die Folge.

So begann der Abend auch mit für eine Lesung eher ungewöhnlichen Taschenkontrollen und einem Aufgebot an Sicherheitskräften. Der Leiter des Frankfurter Literaturhauses Hauke Hückstädt nutzte seine Eröffnungsansprache dann auch zu einem Appell für Diversität und Zivilcourage.

Moderiert wurde der Abend sehr angenehm und sachkundig von dem Lektor Hans Jürgen Balmes. Er gab eine kurze Einführung zum Werk Arundhati Roys und betonte dabei auch ihre Rolle als Aktivistin und Bürgerrechtlerin, die sich auch in ihren Essays niederschlägt. Von „staunender Wahrnehmung“ war da die Rede.

Dann berichtete Roy von ihrem kleinen Schreibapartment, eher einem winzig kleinen Raum in Shahjahanabad, der ummauerten Altstadt Dehlis, wo auch der neue Roman beginnt. Es ist ein Raum, der ihr Sicherheit bietet, aber auch einen ganz besonderen Rhythmus, den sie zum Schreiben braucht. Hier steht sie auch nach Beendigung ihrer Werke immer noch mit den Figuren im Gespräch. Diese sind im Buch sehr zahlreich, ja, die ganze Stadt soll zeitweise als Person auftreten, vom Hintergrund in den Vordergrund treten und aus all den kleinen Scherben soll die Geschichte entstehen. Wie Arundhati Roy sagte, soll der Leser durch ihren Roman wie durch eine Stadt streifen, hier und da mit den Menschen eine Zigarette rauchen und mit ihnen ins Gespräch, in den Austausch kommen.

 

Immer wieder nach Anteilen von „Magischem Realismus“ in ihrem Werk gefragt, betont Roy, dass für sie darin wenig Magisches vorhanden ist. Die Lebenswirklichkeit in Indien mutet für viele Menschen in anderen Kulturkreisen vielleicht ein wenig magisch an, aber für die Menschen vor Ort ist sie Realismus, oftmals bedrückender Fakt. Indien erscheint vielen Beobachtern von außen wie der Inbegriff von Anarchie und „Buntheit“. Arundhati Roy betont aber, dass diese Anarchie und Unordnung nur auf den Straßen, bei der Müllbeseitigung etc. herrscht, dass die Gesellschaft selbst dagegen eisernen Regeln unterworfen ist. Das strenge Kastensystem ist ein brutales Beispielt dafür. Auch heute noch werden maximal 5% aller Ehen außerhalb der Kastengrenzen geschlossen.

Für Roy dient ein Roman dient aber nicht als Informationsvermittler, sondern ist immer Fiktion. Wenn er aber präzise gearbeitet ist, dann wird er universell. Durch einen fiktionalen Roman kann man oft die Atmosphäre eines Landes, einer Zeit und ihre Probleme viel besser fassen als durch nicht-fiktionale Texte. „Fiction is truth!“

Die Schauspielerin Anna Böger las anschließend eine Passage aus dem „Ministerium“, die den Zuhörern einen der Handlungsorte, den Friedhof, der zum Zuhause der Hauptfigur wie so vieler anderer wurde, vorstellte.

 

Hans Jürgen Balmes zeigte sich daraufhin erneut begeistert von der Musikalität der Sprache, auch in der deutschen Übersetzung von Anette Grube. Arundhati Roy sprach von der Besonderheit ihres Werkes, das im Original mit den verschiedenen indischen Sprachen, Urdu, Hindi, Kashmiri und auch der teilweise „versehrten Grammatik“ des gebrauchten Englisch spielt, den Personen auch dadurch unterschiedliche Charaktere verleiht und gerade dadurch viel von seiner Authentizität erhält. Das in eine homogene Sprache wie das Deutsche zu übersetzen ist schwierig. Anette Grube ist es anscheinend sehr gut gelungen. Insgesamt wird der Roman in 40 Sprachen übersetzt, u.a. auch in die indischen Sprachen, was Arundhati Roy vorkommt, als käme das Buch nach Hause. Sprache ist für die Autorin wie Musik, die sie beim Schreiben wie eine Tonspur nebenherlaufen hört. Das Buch als Teich, unter dessen ruhiger Oberfläche die Fische der unterschiedlichen Sprachen schwimmen. Deshalb sind Übersetzungen für sie so spannend und sie arbeitet auch eng mit den Übersetzern zusammen.

 

Nach einer zweiten Lesepassage kommt Hans Jürgen Balmes noch einmal auf den Sicherheitsaspekt zurück und fragt die exponierte Autorin nach ihrem Sicherheitsgefühl. Roy betont, dass sie ihre Popularität und Veranstaltungen wie Lesungen als eine Art militärische Taktik nutzt. Je mehr Bekanntheit und Solidarität ihr entgegengebracht wird, um so sicherer fühlt sie sich, um so höher ist die Schwelle, die für einen Angriff auf sie überschritten werden muss.

Diese Solidarität und Unterstützung zu gewähren, ist bei deiner derart sympathischen, humorvollen, unprätentiösen Autorin sicher für jeden Zuhörer und Leser selbstverständlich.

Nach den Plänen für einen weiteren Roman gefragt, betont sie, dass Fiktion das Gegenteil von Dringlichkeit ist, im Gegenteil zu den Essays Zeit braucht, sich zu entwickeln. Vielleicht kommt es dazu, vielleicht aber auch nicht.

Nach einem typischen Tag in ihrem Autorenleben gefragt, würde sie zunächst antworten, dass sie kein Bürokrat ist und es von daher keinen „typischen Tag“ gebe. Wenn, dann aber würde der Besucher in ihrer Wohnung wahrscheinlich auf Menschen treffen, die entspannt auf dem Boden lägen, zur Decke blicken und sich hin und wieder anstupsen würden: „Kannst du dir vorstellen? Alle anderen arbeiten jetzt?“ „Ich bin keine sehr ambitionierte Schriftstellerin“, meint Arundhati Roy noch.

Eine sehr sympathische schon.

Alle Fotos Eigene Werke.

Emeraldnotes war von ihrer Lesung in Tübingen genauso begeistert wie ich.

Friedrich Ani – Ermordung des Glücks

Einen gewöhnlichen Spannungsroman oder Krimi darf man von Friedrich Ani nicht erwarten. Genauso wenig wie einen der üblichen Ermittler.
Es sind eigenwillige Figuren, die in Anis Romanen nach so etwas wie Wahrheit suchen. Nach dem, was wirklich passiert ist, als das, was wir Verbrechen nennen, geschah. Unvergessen ist der „Vermissten-Finder“ Tabor Süden, oder auch der Ex-Mönch Polonius Fischer oder der blinde Jonas Vogel.
Seit 2015 „ermittelt“ der pensionierte Kriminalbeamte Jakob Franck, einst spezialisiert darauf, Todesnachrichten zu überbringen und nun, nach seiner Pensionierung, immer noch dabei, diese ungeliebte, schwierige Aufgabe zu übernehmen. Im aktiven Dienst befinden sich sein Freund und ehemaliger Kollege André Block und die Kommissarin Elena Holland. Sie alle sind nachdenklich, introvertiert, zurückgezogen, mit mehr oder weniger gescheitertem Privatleben und unkonventionell in ihren Ermittlungsmethoden.

Und genauso ungewöhnlich sind die Fälle, die den Romanen Friedrich Anis zugrunde liegen. Keine bestialischen Ritualmorde, keine Gewalt im Bandenmilieu, keine politischen Intrigen. Es sind die stillen Fälle, die plötzlich Verschwundenen, die leisen Morde aus Verzweiflung, oder wie in Francks erstem Fall, in „Der namenlose Tag“, ein 20 Jahre zurückliegender Selbstmord einer 17jährigen, in dem Franck einst ermittelte.

Dedicated by Katelyn Kenderdine (CC BY 2.0) on Flickr

Diesmal ist es das Verschwinden des elfjährigen Lennard Grabbe und das Auffinden seiner Leiche 34 Tage später, um das sich das Geschehen dreht. Der Junge kam an einem kalten, stürmischen Wintertag vom Fußball, das Fahrrad war fort, gestohlen und das Handy lag zuhause. Doch was führte ihn fort von der Straße, in der Dunkelheit über den einsamen Spielplatz? Niemand hat etwas gesehen, oder doch, aber nichts Gewisses. Es sind mühsame Ermittlungen, die geführt werden, die Telefondaten aller zur Tatzeit am Tatort eingeloggten Handys müssen überprüft, alle Anwohner befragt und Verdächtige aus der Gegend vernommen werden, zum Beispiel der ehemalige Nachbar, der Lennard oft an der Schule abgepasst hatte. Vor allem müssen die Eltern betreut werden. Mit dem Überbringen der Nachricht vom Tod ihres über alles geliebten Kindes geschah die „Ermordung des Glücks“, von dem der Titel spricht. Ani beschreibt die Qual der Mutter, die völlig zerbricht. Ihre Reaktion ist extrem, vielleicht sogar ein wenig zu überspitzt. Aber was ist eine „normale“ Reaktion auf einen solchen Verlust?

„Lügen hätt ich wollen, so viel lügen und was erzählen, nur damit ich nicht kaputtgeh unter der Wahrheit. Hat nicht funktioniert, die Wahrheit war stärker. Schauen Sie mich an, ich bin so was von aus der Welt. Wie soll ich wieder reinkommen, in die Welt?“

Damit reiht sie sich ein in die lange Reihe von aus der Welt und der Zeit gefallenen Personen in den Romanen Friedrich Anis. Und sie ist dem Ermittler Jakob Franck gar nicht so unähnlich. Auch er plagt sich mit Dämonen aus der Vergangenheit, ungelösten Mordfällen, besonders dem an der eigenen Schwester vor vielen Jahren. Er kennt den Schmerz und die Verlassenheit. Vielleicht reden die anderen Untröstlichen, Ratlosen, Verlassenen, Gescheiterten, die das Buch bevölkern so offen mit ihm. Es ist aber auch seine Gabe zum Zuhören, die sie dazu ermuntert. Es ist seine „Gedankenfühligkeit“, auf die er vertraut. Dann steht er auch mal stundenlang mit dem Fußball des Jungen unbeweglich auf der Straße und wartet auf Reaktionen der Umwelt. Seine Tiefenbohrungen in die Welt der Menschen fordern Zeit und Geduld. Auch vom Leser. Sie sind praktisch das Gegenteil von Action, statt laut und spektakulär, leise, melancholisch und nachdenklich, statt schnell und atemberaubend, langsam und düster. Einsamkeit ist ein großes Motiv darin und die Verheerungen, die bei denen entstehen, die zurückbleiben. Ebenso, wie Menschen an der Unfähigkeit miteinander zu reden zerbrechen. Die Ehe der Grabbes ist schon lange gescheitert, nun zerbricht sie vollends.

Das Buch besteht zum großen Teil aus meisterhaften Monologen, dem verzweifelten Versuch, das Geschehen, das Leben, sich selbst zu verstehen. Darauf, auf das Entschleunigte, muss man sich einlassen können. Genauso wie auf die Düsternis, die unendliche Melancholie und Traurigkeit, die in Anis Büchern herrscht. Auf das gar nicht prächtige München der Randbezirke, der Aussichtslosigkeit. Dann erfährt man bei Friedrich Ani viel über die Menschen und ihren Kampf um ein bisschen Glück, und leider auch oft über ihr Scheitern. Und das in hoher sprachlicher und literarischer Qualität.

Friedrich Ani – Ermordung des Glücks

Suhrkamp September 2017, Gebunden, 317 Seiten, € 20,00

 

Ich danke dem Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beitragsbild: Non è tempo di giochi.. by Maritè Toledo (CC BY-NC-ND 2.0) on Flickr

 

Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

»Innerhalb weniger Minuten hat sein Leben die Richtung geändert. Er ist ein Mörder. Doch die beiden Bilder passen nicht zusammen, man kann nicht zwölf Jahre alt und ein Mörder sein.«

Es ist tatsächlich eine unglaubliche Geschichte, die Pierre Lemaitre uns hier erzählt. Er knüpft dabei an seine Kriminalromane und Thriller an, die er vor seinem großen Erfolg mit dem Prix Goncourt gekrönten Roman „Wir sehen uns dort oben“ veröffentlicht hat. (Dieser wird allerdings fortgesetzt; geplant ist eine Trilogie).

Der Mörder steht dabei allerdings von Anfang an fest, auch die Tat wird bereits auf den ersten Seiten geschildert. Sie ist es, die so fassungslos macht. Ein zwölfjähriger, ruhiger, eher in sich gekehrter Junge tötet in einem Moment der rasenden Wut einen kleinen sechsjährigen Nachbarsjungen. Dessen Vater hat seinen von Antoine sehr geliebten Hund, nachdem er von einem Auto angefahren wurde, erschossen. Nicht, um das Tier von seinem Leiden zu erlösen, so schwer verletzt war es wohl gar nicht, sondern schlicht um die Tierarztkosten zu sparen. Die Sitten sind rau in der Provinz, „jener waldreichen Gegend, in der das Leben langsamen Rhythmen folgt“. Für Antoine aber ist der Tod seines vierbeinigen Freundes ein schrecklicher Verlust, gerade weil seine Eltern niemals ein Haustier erlaubt hatten und er auch kaum Freunde hat.
Er wollte den kleinen Rémi nicht töten, nicht einmal wehtun wollte er ihm. Aber da waren dieser Stock und diese unglaubliche Wut auf dessen Vater und dieser furchtbare Schmerz. Von Panik ergriffen versteckt Antoine die Leiche in einer natürlichen Erdhöhle im Wald. Dabei geht er mit einer verblüffenden Entschlossenheit zu Werk. Geschuldet der Angst vor Entdeckung, aber auch vor dem Kummer, den seine Tat und die daraus entstehenden Konsequenzen bei seiner alleinerziehenden Mutter auslösen würden. Zuviel Traurigkeit ist da schon, seitdem der Vater vor sechs Jahren nach Deutschland ging und dort eine neue Familie gründete.

Foto by Trimatiks on Pixabay CC0

Pierre Lemaitre schafft es, die Gewissenskonflikte und Ängste, die Antoine umtreiben deutlich und psychologisch schlüssig zu schildern. Er nimmt den Jungen nie in Schutz, entschuldigt nicht, macht aber auch seine Verzweiflung, seine Zerrissenheit zwischen verbergen und gestehen wollen deutlich, seine Reue, seine Fassungslosigkeit und seine Ratlosigkeit. Was soll er tun? Schweigen? Fortlaufen? Sich selbst töten? Wie würde seine Mutter reagieren? Wie die Gemeinde? Beauval ist eine Provinzstadt. Jeder kennt hier jeden. Animositäten gedeihen und der Klatsch. Die Bewohner stehen aber auch füreinander ein, eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet. Es ist der Vortag des Heiligen Abend 1999. Trotzdem durchkämmen Hunderte die Wälder und Wiesen. Die Polizei schickt Hunde und Hubschrauber. Antoine fürchtet jeden Moment die Entdeckung.

Da kommt ihm der Jahrhundertsturm „Lothar“ zu Hilfe. Jener Sturm, der Weihnachten 1999 vor allem in Frankreich, der Schweiz, aber auch in Süddeutschland und Österreich enorme Schäden angerichtet hat. Das Waldstück, in dem der kleine Rémi begraben liegt, wird völlig zerstört und unpassierbar.

Der Roman schildert die Hochs und Tiefs in Antoines seelischer Verfassung sehr anschaulich und überzeugend, sein Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Er ist sehr nah dran an Antoine und die Leserin empfindet tatsächlich Empathie für den Mörder, bangt mit ihm, hofft darauf, dass er nicht entdeckt wird. Auch wenn sie angesichts der Tat und vor allem der Grausamkeit, die in ihrem Verbergen vor allem auch für die verzweifelten Eltern liegt, fassungslos ist. Das ist äußerst spannend und gut gemacht.

Aber der Roman endet hier nicht. Zwölf Jahre nach dem für die Öffentlichkeit spurlosen Verschwinden des kleinen Jungen und den Konsequenzen, die dies nach sich zog, soll auf dem einst brachliegenden Gelände ein Freizeitpark entstehen. Antoine, der den Ort so bald wie möglich verlassen und Medizin studiert hat und seine Mutter nur selten besucht, ist erneut tief erschüttert. Das Buch nimmt hier eine Wendung, die hier nicht näher verraten werden soll und bis ins Jahr 2015 führt. Diese beiden neueren Abschnitte haben mich nicht mehr so überzeugt, vor allem ist jede Empathie für den erwachsenen Antoine verschwunden. Das Ende enttäuscht.

Pierre Lemaitre - Drei Tage und ein LebenSo hinterlässt „Drei Tage und ein Leben“ einen zwiespältigen Eindruck mit einem starken, aufwühlenden Beginn und einem eher schwachen Ende. Es bleibt, sich auf die Trilogie rund um „Wir sehen uns dort oben“ zu freuen. Der zweite Band „Couleur de l’incendie“ wird am 3. Januar 2018 in Frankreich erscheinen.

Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel 
Klett-Cotta September 2017, 270 Seiten, gebunden, € 20,00

Beitagsbild: PublicDomainPictures CC0 on Pixabay

 

Die Buchbloggerin hat das Buch auch bereits gelesen und war sehr begeistert.

 

Sven Regener – Wiener Straße

Hier sind sie endlich alle wieder, die „Pfeifen“: Kneipenbesitzer Erwin Kächele und seine Frau Helga, Schwester Kerstin und deren Tochter Chrissie, die Künstler Karl Schmidt, H.R.Ledigt und natürlich P.Immel von der ArschArt, die „Instandbesetzer“ Kacki, Jürgen1,2,3 und Kollegen und natürlich Frank Lehmann, den es nach seiner Bundeswehrzeit in Neue Vahr Süd nach Berlin verschlagen hat. Weiterlesen „Sven Regener – Wiener Straße“